Fahrt in die Masai Mara 

Dienstag, den 17. August 2010


Heute starten wir nun endlich zu unserer Safari in die Masai Mara. Dieses Mal werden wir erst einmal nicht auf die Conservancy –Seite fahren, sondern steuern das Aruba Mara Camp in Talek an.

Das Aruba Mara Camp liegt außerhalb des Nationalparks nur wenige Minuten vom Talek Gate entfernt und bietet neben einem großzügigen Campingground für Selbstfahrer auch Safaris in Zeltlodgen an.

Die Betreiberin ist Gerdi Simon, eine Deutsche, die im Jahr 2000 nach Kenya ausgewandert ist, 2003 mit dem Bau des Camps begonnen hat und heute sowohl für Pauschal- als auch Individualreisende ein gemütliches "Zu-Hause auf Zeit" in der Fremde anbietet.

Wir fahren um 9.00 Uhr in Nairobi los und erreichen bereits um 14.45 Uhr das Sekenani Gate (Koordinaten: S 01.52061°, EO 35..33771°, Höhe 1732m). Dem Ranger am Gate sagen wir, dass wir nur für einen Transfer zum Talek Gate passieren und in Talek im Aruba Camp nächtigen wollen. Er öffnet das Gate und lässt uns passieren –wir brauchen keine Parkfees bezahlen.

Nur 40 Minuten später erreichen wir das Talek Gate (Koordinaten: S 01.44323°, EO 35.20720°, Höhe 1560m). Dort verlassen wir das Nationalreserve wieder und biegen gleich am ersten Weg hinter dem Gate links ab zum Aruba Camp, das wir um 15.30 Uhr erreichen (Koordinaten: S01.44077°, EO 35.20771°, Höhe 1558m).

Daniel, der Massai mit einem erblindeten Auge ist immer noch hier – wir kennen ihn noch von unserer ersten Selbstfahrer-Safari 2007 und einem kurzen Besuch im Jahr 2009. Er zeigt uns einen schönen Platz unter einem Baum, an dem wir unser Zelt aufbauen können. Wir fragen ihn nach Feuerholz zum Kochen und er besorgt uns welches für 300 Kshs.

Da wir ein dickes Zeitpolster haben, bauen wir ganz in Ruhe unser Zelt auf und richten uns hier für ein paar Tage ein.

Zum Abendessen koche ich Spaghetti Bolognaise. Wir genießen den Abend am Lagerfeuer, bis die ersten Regentropfen fallen. In der Ferne kündigt Donnergrollen ein herbeikommendes Gewitter an.
Daniel bringt uns noch ein bisschen Feuerholz und fragt, ob sonst alles ok ist. Überhaupt ist er unaufdringlich fürsorglich und bietet an, einen guten Guide für uns zu besorgen, wenn wir das möchten. Doch morgen wollen wir erst einmal alleine unseren Game Drive machen, kommen aber ggf. auf sein Angebot zurück. Er erzählt uns noch, dass wir in der Musiara Gegend gute Chancen haben, einen Leoparden mit zwei Cubs und Cheetas zu sichten.

Bevor er sich für heute Abend verabschiedet, muss er noch loswerden, dass die Damenduschen noch heißes Wasser im Kessel haben. Na das hat doch was! So stapfe ich mit Duschgel, Shampoo und unserem großen Scheinwerfer noch zu einer späten Dusche los.

Um 21.00 Uhr wird der Regen heftiger und das Gewitter entlädt sich über uns. Zeit für uns ins Zelt zu krabbeln und den von Blitzen durchzogenen Nachthimmel aus der Horizontalen zu betrachten. Es regnet die ganze Nacht. Immer wieder werden wir mal vom Trommeln der Regentropfen wach und es wird im Laufe der Nacht empfindlich kalt. Wir frieren trotz unserer warmen Bettdecke und werden ganz sicher ab morgen Abend zusätzlich unsere Schlafsäcke und eine Wärmeflasche mit ins Zelt nehmen.

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