Gamedrives im Land des Schokoladenfluss

 

Sonntag, 28.2.2010

Heute starten wir um 8.00 Uhr zu unserem ersten Game Drive im Samburu Nationalreserve. In der Luft schwirren viele Webervögel geschäftig hin und her. Viele halten Gräser und Zweige im Schnabel. Es scheint, als wären sie sehr mit ihrem Nestbau beschäftigt.  Die leuchtend bunten Männchen  - besonders in Szene setzt sich hier der Dorfweber, der während der Brutzeit durch sein leuchtend gelbes Federkleid auffällt - sind bei den Webervögeln für den Bau der kompliziert gewebten Nester zuständig. Diese werden vor der Balz gebaut -meist baut ein Männchen sogar mehrere Nester – um sicher zu stellen, dass das Weibchen eines der Nester auch annimmt.  Das Weibchen sorgt dann für den Innenausbau des Nestes. Überall in den Baumkronen begegnen wir den baumelnden Hängenestern der Webervögel.

Hagedasch - Hadada Ibis - Bostrychia hagedash

Ein Hagedasch, ein afrikanischer Vogel aus der Familie der Ibisse, der in Ostafrika recht häufig vorkommt, kreuzt unseren Weg. Eigentlich gilt er ja – wie die meisten Ibisse – als geselliger Vogel, der in Gruppen von 5 – 30 Einzelwesen  lebt. Aber dieser hier ist ganz allein auf dem Weg.

Ein kleiner Vogel spaziert über das Gras. Es ist eine Brillendrossel (engl. African Bare-eyed Trush, lat. Turdus tephronotus), die in Kenya, Tanzania, Somalia und Äthiopien beheimatet ist. Ihr Lebensraum sind die trockene Savanne und das subtropische oder tropische trockene Buschland.

African - Bare-eyed Trush - Turdus tephronotus
Impalas - auch Schwarzfersenantilope genannt

Unweit des Tracks weidet eine Impala-Herde. Als wir anhalten, um die anmutigen Schwarzfersenantilopen  zu beobachten, schauen einige der Tiere sehr aufmerksam in alle Richtungen, während andere unbeeindruckt weiter grasen. Ein Impalamännchen mit seinen leierartig gebogenen Hörnern bewacht seine Gruppe von 14 Weibchen. Das lässt darauf schließen, dass gerade Paarungszeit ist.

An manchen Stellen ist das Flussbett gut mit Wasser gefüllt,…
…an anderen Standorten ragen weit die Sandbänke in den Fluss hinein.

Wir fahren zum Fluss und betrachten die Landschaft, die im letzten Jahr völlig verdorrt und ausgetrocknet war.  Auch hier haben sich mittlerweile viele Pflanzen erholt, aber es ragen auch noch einige vertrocknete tote Bäume entlang der Flussauen hervor.

Unter uns  liegt träge in der Sonne ein einzelnes Krokodil …

… und am gegenüberliegenden Ufer taucht aus einem kleinen Wäldchen eine Elefantenherde auf. Wir zählen 20 Tiere unterschiedlichen Alters, die alle zum Trinken an das Wasser wollen…

… und schließlich auch den Fluss überqueren. Es ist wieder ganz spannend zu beobachten, wie die jüngsten Tiere der Herde von den Älteren gut beschützt in die Mitte genommen  werden und die Leitkuh die Flussüberquerung absichert, bis auch das letzte Tier der Herde das andere Ufer erreicht hat.

Riesendurst
Ups, kurz vor dem Ziel noch einmal abgetaucht

Eine gute halbe Stunde dauert es, bis alle Tiere getrunken, sich teilweise im Wasser genüsslich gewälzt und schließlich die Flussseite gewechselt haben. Nun verteilen sie sich in nicht allzu großer Distanz voneinander im vor uns liegenden Wäldchen und setzen ihre Nahrungsaufnahme in dem lichten Grün fort.

Maximale Wassertiefe = 100cm?

Auch wir fahren weiter und landen vor einem vertrockneten quer liegenden Baumstamm. Hier geht der Weg nicht weiter. Wir wollen gerade drehen, als wir auf dem alten Holz eine Bewegung wahrnehmen. Eine Siedleragame – natürlich das auffällig bunte Männchen mit seinem orangenen Kopf und dem stahlblauen bis türkisfarbenen Körper – liegt auf dem Stamm und wärmt sich in der Sonne.  

Männchen der Agamen
Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich voneinander

Doch die Agame bewegt sich auf ein Weibchen zu, das am Ende des Stammes liegt. Hätte die Agamendame nicht einige auffällige rote und weiße Flecken auf ihrem Körper, wäre sie wohl so gut getarnt, dass wir sie wahrscheinlich übersehen hätten.

Die farbige Zeichnung des Agamenweibchens könnte auf eine Schwangerschaft hindeuten, denn in Wikipedia ist folgendes nachzulesen: „Bei dem Weibchen zeigen sich während der Schwangerschaft an den Flanken gelbe bis orange Flecken und auf dem Kopf türkise Punkte.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Siedleragame)

Und so kommen die beiden trotz der scheinbar intensiven Werbung des Männchens nicht zusammen. Das Weibchen wendet sich von ihm ab und schlägt genau die entgegengesetzte Richtung auf dem Baumstamm ein.

Das Pärchen wendet sich voneinader ab

 

 

„Na gut,“ scheint das Männchen zu denken, „dann tanke ich eben noch ein paar Sonnenstrahlen und becirce mit meinem leuchtend bunten Echsenkleid halt das nächste Mädel.“

 

 

 

 

Auch das Weibchen streckt noch eine ganze Weile ihren Kopf dem warmen Sonnenlicht entgegen, bevor es plötzlich blitzschnell hinter dem Baumstamm verschwindet.

Nachdem wir uns an dem Pärchen eine Weile erfreut haben, fahren wir weiter und machen Platz für ein hinter uns stehendes Auto, das sicher auch schauen will, was wir da fesselndes beobachten. Ob die 4 jungen Leute aber das Siedleragamenpaar entdecken, bleibt für uns ungewiss. Vielleicht finden sie es auch nur nicht so interessant, denn sie tauchen recht schnell hinter uns wieder auf.

Überall auf unserem Weg durch Samburu begleiten uns mit einem lauten und fortlaufenden „tuok-tuok-tuok“ die lustigen Tokos, die mich im letzten Jahr schon so begeistert haben.  Während wir 6 Monate vorher fast nur dem Östlichen Gelbschnabeltoko begegnet sind, überwiegt nun der Rotschnabeltoko. Mit seinen 42-50 cm Länge gehört er zu den kleineren Tokos. Natürlich hat auch diese kleinere Art  einen langen Schwanz und einen langen, gebogenen Schnabel, der allerdings rot und ohne Horn ist. Die Unterseite ist weiß, der Oberkörper ist braunschwarz mit einem weißen Streifen auf Schulterhöhe. Gut erkennbar sind seine graubraunen Flügel  mit den auffälligen weißen Flecken und die roten Augenringe um die Augen.

Rotschnabeltoko - Red-billed Hornbill - Tockus erythrorhynchus

Als wir nach ausgiebiger Toko-Beobachtung weiterfahren, treffen wir auf vier Italiener, die sich auf  einem schlammigen Weg hoffnungslos festgefahren haben. Wir überlegen, ob wir ihnen helfen können und wie wir am besten unseren schweren Landrover vor den der Italiener setzen können. Dabei wollen wir natürlich nicht riskieren, selbst in der Schlammwüste stecken zu bleiben.  Joachim prüft erst mal das Gelände rund um den Modder und fährt dann weiträumig drum herum. So kommen wir ohne große Probleme vor den kleinen Landrover. Beim Aussteigen rutschen wir wie auf Eis und legen uns dabei fast auf die Nase.  Da wir immer noch ohne Abschleppseil durch die Gegend fahren, hoffen wir, dass die Italiener in ihrem Auto fündig werden. Der Fahrer zaubert sogar 2 hervor und immer wieder schliddernd und strauchelnd befestigen wir eines der Seile zwischen den Autos.

Dann kommt der spannende Moment. Joachim gibt vorsichtig Gas, zieht langsam das Seil straff, legt den Turbogang ein und versucht den kleinen Landi – Bruder aus dem Matsch zu ziehen. Mehrere Versuche misslingen leider. Zuerst reißt das Seil, beim nächsten Durchgang sprengt der metallene Keil des Reserverads, an dem wir das nächste Tau befestigen und schließlich löst sich der Knoten des Seils.

 

Die Männer lassen nicht locker und überlegen sich immer wieder neue Varianten, das Seil zu befestigen.

Endlich – ich weiß nicht mehr nach wie vielen Versuchen – bewegt sich der kleine Landrover und es macht sich eine unendliche Erleichterung und Freude in den Gesichtern der Italiener breit.

Sie wollen uns für unsere Hilfe bezahlen. Doch das lehnen wir selbstverständlich ab. Solche Hilfe beruht immer auf Gegenseitigkeit und wer weiß schon, in welche misslichen Situationen wir noch geraten, wo wir dann für schnelle Unterstützung auch dankbar sind.

Den gesprengten Keil für das Reserverad klopft Joachim mit einem Hammer wieder zurecht. Bis Nairobi wird das wohl halten.

 

Bevor wir weiterfahren, versuchen wir den Schlamm an unseren Schuhen etwas abzuklopfen. Doch die nasse Pampe muss wohl erst trocknen, bevor die schwarzen Brocken dann von alleine abfallen.

Wir verabschieden uns, wünschen den Vieren noch „Safari njema!“ und suchen für uns ein einigermaßen schattiges Picknickplätzchen.  Diese Rettungsaktion war doch eine schweißtreibende Angelegenheit und deshalb sind wir der Meinung, dass wir uns nun um kurz vor zehn Uhr ein spätes Frühstück wohl verdient haben.

Wir finden ein nettes Plätzchen und stellen unter einem ausladenden Baum unsere Stühle auf. Heißes Wasser für den Kaffee bereiten wir am Abend vorher immer schon auf Vorrat zu und füllen es in unsere Thermosflaschen. Unsere Dachluke decken wir sicherheitshalber mit Decken ab, denn natürlich sind auch hier gleich ein paar Paviane zur Stelle, die sicher darauf hoffen bei uns leichte Beute zu machen. Doch die Affen stören uns nicht lange. Nachdem wir sie mehrmals mit unserem Stock verjagt haben, können wir in Ruhe unser Frühstück inmitten dieser wunderbaren Natur genießen.

 

Jetzt fehlt doch nur noch ein Cheetah, der  ans uns vorbei stolziert und für ein paar Fotos modelt. Bei einem Leoparden würden wir uns allerdings schnell ins Auto zurückziehen. Natürlich bleibt beides nur ein schöner Tagtraum. Dafür haben wir hier reichlich Gelegenheit überaus quirlige Vögel und natürlich immer wieder Tokos zu beobachten. Mit der Kamera versuche ich mich immer wieder möglichst nah an die gefiederten Gesellen heranzuschleichen und mich in Vogelfotografie zu üben.

 

Die wenigsten Bilder sind verwertbar, wie ich zu Hause feststelle, aber ein paar Aufnahmen von den kleinen, nur etwa 15 cm langen Zwergspinten aus der Familie der Bienenfresser,  finde ich für den Anfang durchaus gelungen. Der Zwergspint ernährt sich hauptsächlich von Insekten, vorzugsweise Bienen, Wespen und Hornissen, die er im Flug von seiner Ansitzwarte aus fängt und vor dem Verzehr mehrmals hart aufschlägt, damit sie nicht mehr stechen können.

Zwergspint ...
... Little Bee-eater - Merops pusillus

Eine ganze Stunde halten wir es an diesem friedlichen Ort aus, bevor wir noch einmal zum Fluss hinunter fahren. Dort entdecken wir große Spuren am Boden – von einem Hippo?

Wir folgen dem Weg immer am Fluss entlang. Mal führt er direkt am Wasser vorbei, dann macht er eine Biegung und führt durch kleine Waldgebiete. In einem solchen entdecken wir zwei  prächtige Netztgiraffenbullen. Sie zupfen friedlich frisches Grün von den Bäumen und während sie wieder und wieder auf ihrer Nahrung herum kauen, wenden sie keine Minute den Blick von uns. „Tja, wer beobachtet hier wohl wen?“, fragen wir uns grinsend.

Nur 200 m weiter treffen wir wieder auf eine Elefantenherde, die gerade den Fluss überquert – dieses Mal von „unserer“ Seite auf die gegenüberliegende.  Nach der großen Dürre 2009 scheint es ein wahres Vergnügen für die Wasser liebenden Dickhäuter zu sein, während der Überquerung des Schokoladenfluss nicht nur zu trinken, sondern auch ständig mit dem Rüssel das Wasser aufzunehmen und sich damit zu bespritzen oder sich im flachen River zu wälzen.

Eine Elefantenkuh stellt sich dicht vor uns auf als wolle sie signalisieren:“ Ich habe euch gesehen! Bleibt wo ihr seid und kommt uns nicht zu nahe!“ Natürlich akzeptieren wir den nötigen Raum den die großen und mächtigen Tiere fordern, zumal wir ja nur wenige Meter von ihnen entfernt sind.

Nachdem die Herde vollzählig die andere Flussseite erreicht hat, tauchen auch noch drei junge Elefantenbullen auf. Sie müssen noch im Teenageralter sein, also mit Sicherheit älter als 8 Jahre. Etwa ab diesem Alter werden die jungen Elefantenbullen von den älteren Weibchen aus der Herde vertrieben und  schließen sich dann meist zu einem eigenen Junggesellenverband zusammen. Nur während der Musht – einer Zeit der erhöhten Testosteron-Produktion und gesteigerter sexueller Aktivität, die etwa ab dem 25. Lebensjahr einsetzt – leben sie als Einzelgänger.

Unsere jungen Dickhäuter bleiben diesseits des Rivers. Zwei von ihnen liefern sich ein kleines Schaukämpfchen, das aber keinen ernst zu nehmenden Charakter hat, sondern eher nach spielerischem Kräftemessen aussieht.

Mittlerweile ist es 12.30 Uhr und die vielen weißen Schäfchenwolken ziehen sich allmählich zu einer großen, dunkelgrauen Wolke zusammen. Schon eine viertel Stunde später fallen die ersten dicken Regentropfen – aber nur für 5 Minuten, denn wir fahren dem drohenden Nass davon und halten die Wolke weit im Rücken.  Und wieder treffen wir auf eine größere Elefantenherde mit einigen sehr jungen Dickhäutern. Ein kleiner Eli sieht besonders niedlich aus und wir haben große Freude ihn mit seinem lustigen Gehabe zu beobachten.

Junger Elefant...
... mit großem Forscher- und Entdeckerdrang
Doch das Futter gibt's immer noch bei Mutter.
Mama will nun weiter ziehen...
... was dem Kleinen mit nur halb vollem Bauch ...
... so gar nicht passt. Er motzt und trotzt...
... und demonstriert eindrucksvoll wie schwach er ist...
... aber nach einigen zärtlichen Stupsern mit Mamas Rüssel kämpft sich der kleine Dickhäuter doch wieder auf seine wackeligen Beinchen und zieht mit seiner Herde weiter.

Neben uns im Gras hüpft ein Rotschnabeltoko hin und her. Da halten wir doch gerne noch einmal an und schauen zu, was er da unten macht. Nun, auch ein Toko braucht seine Mittagsmahlzeit. Schnell und geschickt fängt er Heuschrecken aus dem Gras und vertilgt sie direkt an Ort du Stelle, bevor er sich das nächste hüpfende Insekt fängt.

Rotschnabeltoko

Irgendwann ist auch der hungrigste Toko satt und fliegt davon. Auch wir setzen unseren Weg fort und fahren zum Leopard Rock. Natürlich wissen wir, dass wir um diese Tageszeit wohl kaum einen Leoparden entdecken werden, aber wir wollen uns das Gelände, wo wir am sehr frühen Morgen oder gegen Abend Glück mit der Sichtung eines Chui haben könnten, schon mal erkunden.  Auf dem Weg dorthin liegt das Gerippe einer wahrscheinlich verdursteten oder verhungerten Giraffe und nicht weit davon entdecken wir auch den möglicherweise dazugehörigen Schädel. Ein Tribut an die letzte Dürrezeit, die wir in Samburu besonders schlimm empfunden haben.

Überreste aus der
Trockenzeit 2009

 

Nachdem wir in der prallen Mittagshitze schon mal die Felsformation abgefahren sind, lechzen wir nach einem kühlen Schattenplätzchen. Wir fühlen uns wie gebraten und geschmort und fahren um 14.00 Uhr runter zum Ewaso Ngiro über dem immer noch eine dunkle Wolke hängt. Dort legen wir eine längere Rast ein und lassen unsere Seelen baumeln. Wir genießen die spärlichen aber kühlenden Regentropfen bei einem lauwarmen Cappuccino. Erst als der Regen stärker wird, packen wir ein und fahren langsam zurück zum Leopard Rock. Schon als wir oben auf dem Hauptweg sind, regnet es nicht mehr.

 

Kurz vor den Rocks entdecken wir an einem Busch 2 Löwinnen mit 2 Jungen, die erst etwa 8-10 Wochen alt sind. Unter dem Busch liegt ein Kill. Wir können eine ganze Zeit nicht ausmachen, welches Tier die Löwinnen gerissen haben.

Eins der Jungen wird gesäugt, während das andere in sicherer Nähe zu den erwachsenen Tieren in der Gegend herum tapst und sich auch schon mal an dem Fleisch zu schaffen macht.

 

Als Mama Lion sich zu der Beute begibt und sie kraftvoll ein Stück aus dem Busch herauszieht, sehen wir, dass es sich um ein größeres Warzenschwein handelt.   

Nach einer knappen Stunde verlassen wir die kleine Idylle und fahren weiter. Wir sehen noch ein Warzenschwein und ein einzelnes Gerenuk. Auch eine einsame Oryxantilope begegnet uns auf dem Rückweg. 

Gerenuk auch Giraffenhalsgazelle genannt

Mittlerweile regnet es so heftig, dass sich auf den Tracks schnell riesige Pfützen bilden.  Wir sind froh, als wir endlich trocken unter unserem Vorzelt sitzen. Der Baboon-Guard hat genügend Feuerholz gesammelt und sogar schon das Feuer entzündet. Wir entlohnen ihn wie vereinbart für seine Dienstleistung mit 900 Kshs (300 Kshs für das Holz und 600 Kshs für die Wache), machen es uns erst einmal am Feuer gemütlich und trinken ein Alster.

Anschließend gehen wir duschen. Die Showers sind wirklich gut (für kenyanische Verhältnisse versteht sich), ausgestattet mit nagelneuen großen Duschköpfen aus denen klares Wasser fließt.

Anschließend koche ich ein paar Nudeln und mische sie unter die restliche Thunfisch-Tomatensauce von gestern. Für den guten Geschmack streue ich großzügig noch Paprikapulver über unsere schnelle Mahlzeit. Doch nach dem ersten Bissen und einem Blick auf die Gewürzpackung wird schnell deutlich, dass ich reichlich Chilipulver untergerührt habe. Dieses Essen ist absolut ungenießbar – selbst ein Stück Brot lindert nicht das Feuer in unserem Hals. Also schlage ich ein paar Eier in die Pfanne, hole dazu Brot und Käse und so werden wir doch noch satt.

Bei einem Gläschen Wein sitzen wir noch mit Dominik dem Ranger, der heute mit der Nachtwache an den verschiedenen Campsites betraut ist, am Lagerfeuer, und reden über Tiere, Fußball, Sitten und Gebräuche in Kenya und Deutschland. Dabei regnet es ohne Unterlass und sicher würde Dominik gerne noch länger unter unserem Vorzelt im Trockenen verbringen, doch um 22.00 Uhr sagen wir „Lalasalama, Dominik“, ziehen uns ins Zelt zurück und schlafen auch recht schnell ein.

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